11 Feb 2012

Arctic Report Media Monitor | week 6/2012

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Blicken wir zunächst auf die andere Seite des Erdballs, die Antarktis. Das große Thema der vergangenen Tage war das erfolgreiche Anbohren des Wostok-Sees. Russische Wissenschaftler bohrten durch die mehr als 3000 Meter dicke Eisdecke der Antarktis und erreichten den Wostok-Binnensee. Der „Tagesspiegel“ in Berlin hatte am Dienstag einen ersten Bericht,

http://www.tagesspiegel.de/wissen/antarktis-russland-hat-angeblich-den-wostok-see-angebohrt/6178174.html,

andere folgten in Deutschland

http://de.nachrichten.yahoo.com/antarktis–russen-sto%C3%9Fen-in-seit-15-millionen-jahren-isoliertes-gew%C3%A4sser-vor.html;

und Kanada (Agenturbericht in „Globe and Mail“)

http://www.theglobeandmail.com/news/world/under-the-ice-russian-scientists-reach-a-new-frontier/article2331803/

Ein spannender Vorstoß ins Unbekannte.

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Eiseskälte in Deutschland. Klimaerwärmung? War da was? Die Kälte in Deutschland lässt wohl einige Zeitgenossen am Klimawandel zweifeln. Aber wir wissen, dass ein einzelner harter Winter, eine kurze Kälteperiode oder ein einzelner besonders milder Winter weder Beleg für das eine noch das andere sind. Das Alfred-Wegener-Institut hat neulich in einem Bericht die Zusammenhänge zwischen dem Schwund des Sommereises in der Arktis und dem Winterwetter in Zentraleuropa dargestellt. Sie finden die Mitteilung des AWI auf meiner Website in der Rubrik „Eis und Klima“. In der Klimadebatte hat sich nun der frühere Umweltsenator von Hamburg und jetzige RWE-Manager Fritz Vahrenholt zu Wort gemeldet. Der „Weser-Kurier“ in Bremen setzt sich mit Vahrenholt zu Recht kritisch auseinander.

http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Niedersachsen/532826/Umstrittene-Thesen-zur-Erderwaermung.html

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Stress für die See-Elefanten von Marion Island im südwestlichen Indischen Ozean. Wegen der Erwärmung des Wassers müssen sie tiefer tauchen und ihre Tauchgänge möglicherweise bis weit in den Süden, in die kälteren Wassermassen der Antarktis, ausdehnen. (Ich hatte in der früheren Fassung dieses Blogs etwas ungenau von den „See-Elefanten im antarktischen Ozean“ gesprochen.) Lesen Sie diesen Bericht und die dazu gehörende Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts auf der AWI-Website.

http://www.dnn-online.de/web/dnn/nachrichten/detail/-/specific/See-Elefanten-muessen-wegen-Erwaermung-tiefer-tauchen-461301080

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Demnächst müssen wir unser Bild von der Erde korrigieren, neue Atlanten drucken, Straßenkarten usw. Nun ja, nicht so schnell, vielleicht in 50 Millionen Jahren. Dann könnten sich der Arktische Ozean und die Karibik durch Verschiebung der Erdplatten schließen und einen neuen Superkontinent Amasia bilden. Amerika und Asien vereint. Wie gesagt, ein bisschen Zeit haben wir noch. Lesen Sie hier:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1673455/

Have fun!

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