09 Mär 2012

Arctic Report Media Monitor | week 10/2012

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In den vergangenen Tagen war ich in Toronto auf dem Kongress der Prospectors and Developers Association of Canada  (PDAC), der weltgrößten Messe im Bereich der Rohstoffexploration. Das Explorationsgeschäft hat im vergangenen Jahr wieder deutlich zugelegt, was sich in den Rekordinvestitionen von 18 Milliarden Dollar zeigt. Der Besuch war gewaltig: 30.000 Teilnehmer wurden registriert, ebenfalls ein Rekord. Unternehmen, die Projekte in der Arktis betreiben, waren in Toronto stark vertreten. Die Region ist rohstoffreich, aber sie stellt durch Klima und Abgeschiedenheit Unternehmen vor große Herausforderungen. Es genügt nicht, dass ein Projekt auf dem Papier gut aussieht. Auf die Probleme von Agnico Eagle und Newmont habe ich in der vergangenen Woche hingewiesen.

Nun macht sich Sabina Gold & Silver Corp. daran, ihr Back River Goldprojekt in Nunavut weiter voranzutreiben. Sabina teilt mit, dass es von Ressourcen von 4,03 Millionen Unzen ausgeht. Über Sabina berichten die Nunatsiaq News:
http://www.nunatsiaqonline.ca/stories/article/65674ready_to_go_despite_challenges_in_nunavut_mining_sabina/

Die kanadische Financial Post setzt sich grundsätzlich mit den Problemen arktischer Rohstoffförderung auseinander:
http://business.financialpost.com/2012/03/08/minings-last-frontier-nunavuts-cold-remote-and-potentially-very-very-rich/

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Die EU-Außenministerin Catherine Ashton war in dieser Woche in der Barents-Region. Dabei diskutierte sie mit ihren Gesprächspartnern den Antrag der EU, im Arktischen Rat den Status eines Ständigen Beobachters (Permanent Observer) zu bekommen. Ihre Erfahrungen sollen auch in die Überarbeitung der EU-Arktispolitik einfließen. Ein überarbeitetes Policy Document soll im Frühjahr veröffentlicht werden. Hier können Sie eine Pressemitteilung der EU über Ashtons Reise und einen Bericht im Barents Observer lesen:

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/212

http://www.barentsobserver.com/knock-knock-knockin-on-arctics-door.5029027-116320.html

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Die Wahl Wladimir Putins zum russischen Präsidenten hat ein vielfältiges Echo ausgelöst. Der Gouverneur von Murmansk Dmitri Dmitriyenko sagte, Putin sei der einzige Politiker, der die russische Arktis wirklich kennt und versteht, meldete der Barents Observer.

http://www.barentsobserver.com/governor-putin-is-good-for-the-arctic.5029477-116320.html

Norwegens Außenminister Jonas Gahr Støre verwies darauf, dass sich unter Putin die russisch-norwegischen Beziehungen insbesondere im Norden gut entwickelt hätten.

http://www.barentsobserver.com/norway-looks-forward-to-working-with-putin.5029137-116321.html

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Das US-amerikanische National Snow and Ice Data Center berichtete, dass im Februar die Eisfläche im Arktischen Ozean die fünftniedrigste seit Beginn der Messungen 1979 war. Allerdings war dies nicht gleichmäßig verteilt: Auf der Atlantikseite war die Eisfläche besonders klein, auf der Pazifikseite dagegen größer. Lesen Sie den Bericht in den Nunatsiaq News und die Pressemitteilung des NSIDC:

http://www.nunatsiaqonline.ca/stories/article/65674Februarys_arctic_ice_cover_in_2012_shows_retreat_data_centre/

http://nsidc.org/arcticseaicenews/2012/03/february-ice-extent-low-in-the-barents-sea-high-in-the-bering-sea-2/

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Forscher sorgen sich um das ökologische Gleichgewicht der Antarktis: Besucher bringen fremde Pflanzen mit – und es sich vor allem die Forscher selbst. Mehr als 40 000 Menschen reisen jährlich in die Antarktis. Sie kommen nicht allein. An ihrer Kleidung, den Schuhen und der Ausrüstung bringen sie, ohne es zu wissen, Samen mit – und schleppen so fremde Arten in die Antarktis ein. Eine internationale Forschergruppe hat nun untersucht, wie sich diese fremden Arten auf die einzigartige Lebenswelt des Kontinents auswirken. Der Tagesspiegel in Berlin berichtet:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/antarktis-unerwuenschtes-saatgut/6299588.html

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Es gilt als das härteste Schlittenhunderennen der Welt: der Iditarod in Alaska. Jetzt ist das Rennen von Anchorage nach Nome an der Bering-See wieder im Gange. Sie können den Verlauf in den Anchorage Daily News verfolgen:

http://www.adn.com/iditarod/

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Ich möchte Sie auf einen Beitrag im Hessischen Rundfunk heute hinweisen, worauf mich freundlicherweise die Autorin des Fernsehbeitrags aufmerksam gemacht hat. „Die Eisbären von Manitoba“, Freitag, 9. März, 20.15 Uhr im HR Fernsehen, ein Film von Monika Birk. Ich war schon zweimal in Churchill an der Hudson Bay und auf arctic-report.net finden Sie zahlreiche Eisbärenfotos aus Churchill. Vielleicht sehen Sie im HR ja dann Bekannte. Meinen Bericht über Churchill finden Sie in der Kategorie „Von Eisbären und Walen“. Jetzt aber die links zur Sendung von Monika Birk:

http://programm.ard.de/TV/hrfernsehen/2012/03/09/die-eisbaeren-von-manitoba/eid_281087567694703?monat=3&jahr=2012&list=main#top

http://www.menschen-reisen-abenteuer.de/kultur/fim/166-manitoba.html

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Nunavut gibt sein markantes Autokennzeichen, das die Form eines Eisbären hat, auf. Das von Ron Froese in Iqaluit entworfene neue Schild zeigt natürlich einen Eisbären, zusätzlich aber auch drei Lichtstreifen des Nordlichts (eins für jede der drei Regionen Nunavuts) und 25 Sterne (einer für jede Gemeinde). Die bisherige Plakette stammt noch aus der Zeit, als das heutige Nunavut Teil der Nordwest-Territorien war. Jetzt hat das Territorium ein Autokennzeichen „Made in Nunavut“. Im Sommer werden die neuen Kennzeichen eingeführt. Lesen Sie die Berichte auf der CBC-Website und in den Nunatsiaq News – mit einer größeren Abbildung der künftigen Plakette und mehreren äußerst kritischen Stimmen der Nunavumiut:

http://www.cbc.ca/news/canada/north/story/2012/03/06/north-nunavut-licence-plate.html

http://www.nunatsiaqonline.ca/stories/article/65674gn_launches_new_license_plate/

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, gute Fahrt und have fun.

 

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